Erzählung
142 Seiten
Mit Autorenbild
Leinen
Preis: 9,80 €

ISBN 978-3-928606-25-7
Fjodor Dostojewski
Weiße Nächte

Dostojewskis Erzählung über die unerfüllte Liebe zweier junger Menschen ist eine Dichtung voll träumerischer und anrührender Poesie. Sie gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
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Der Inhalt
Weiße Nächte

Wenn im Monat Juni in St. Petersburg Abend- und Morgendämmerung ineinander übergehen, dann erstrahlt der Himmel im magischen Licht der "Weißen Nächte". Die Fassaden der Häuser und die Wasserspiegel der Kanäle scheinen wie von Zauberhand berührt und über allem liegt ein fast überirdischer Glanz von geheimnisvoller Schönheit. Es sind Nächte, wie geschaffen für Liebende, für Sonderlinge, für Einsame. So auch für einen namenlosen Träumer, der bei einem seiner nächtlichen Ausflüge Nastenka begegnet, einer von einem geheimen Kummer bedrückten jungen Frau. Während der folgenden vier Nächte entwickelt sich in einer scheinbar absichtslosen Plauderei eine sonderbare und ungewöhnliche Liebesbeziehung. Aber die visionäre Kraft des Träumers ist der Begegnung mit dieser lebensvollen Frau nicht gewachsen. Seine phantastische Welt erweist sich als wertlos gegenüber nur einem einzigen Tag ihres "elenden wirklichen Lebens". Um der geliebten Frau dennoch nahe zu sein, verfällt er in seiner hilflosen Verzweiflung auf einen absurden, selbstquälerischen Plan ...
Die "Weißen Nächte" enden mit einem regenverhangenen Morgen. Die Einsamkeit hat den Träumer wieder eingeholt. Geblieben aber ist ein vages Glücksgefühl über einen unwiederbringlichen Augenblick der Seligkeit.
Der Autor
Fjodor Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski wurde am 30.11.1821 in Moskau als Sohn eines Arztes geboren. Nach dem Besuch der Ingenieurschule erhält er die Stelle eines technischen Zeichners im Kriegsministerium in St. Petersburg. Ein Jahr später quittiert er den Dienst, um sich ausschließlich der Literatur zuzuwenden. Sein erster Roman "Arme Leute" findet bereits große Beachtung. Es folgen mehrere Erzählungen, darunter auch die "Weißen Nächte". Im Jahr 1848 wird er wegen seiner Mitgliedschaft in einem revolutionären Kreis verhaftet und zum Tode verurteilt. Erst auf der Hinrichtungsstätte wird das Urteil in eine vierjährige Verbannung nach Sibirien umgewandelt.
Nach seiner Rückkehr gelingt ihm zwar der Anschluß an seinen früheren Ruhm, aber die erhoffte finanzielle Sicherheit bleibt aus. Bei mehreren Auslandsaufenthalten verliert er durch seine Spielsucht nicht nur sein Vermögen sondern gefährdet auch seine angeschlagene Gesundheit. Nur der umsichtigen Fürsorge seiner zweiten Frau Anna Grigorjewna ist es zu verdanken, daß Dostojewski schließlich nach Petersburg zurückkehrt und dort bis zu seinem Tod am 28. Januar 1881, noch einige der größten Werke der Weltliteratur vollenden konnte.