Erzählungen aus der Südsee
176 Seiten
Mit Autorenbild
Leinen
Preis: 9,80 €

ISBN 978-3-928606-31-8
Robert Louis Stevenson
Inselnächte

Aus dem Englischen von Curt Thesing und Elisabeth Seidel.

»Tusitala«, der Erzähler, so wurde R.L. Stevenson von den Eingeborenen der Insel Samoa genannt. Und er machte diesem Titel alle Ehre. Denn wie kein anderer beschwört er die märchenhaft-abenteuerliche Welt der Südsee: exotisch, geheimnisvoll und schrecklich zugleich. Wer sich auf Stevensons magische Inselreise einläßt, kann süchtig werden.
Der Band enthält die Erzählungen: Der Strand von Falesa, Die Insel der Stimmen, Der Flaschenteufel.
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Der Inhalt
Inselnächte

Die drei großen Südsee-Erzählungen, die Stevenson 1893, auf dem Höhepunkt seines literarischen Schaffens, unter dem Titel "Island Night´s Entertainments" veröffentlichte, sind in diesem Band wieder vereint. Mit ihnen verwirklichte er meisterhaft sein schriftstellerisches Glaubensbekenntnis, die Sehnsüchte und Träume des Lesers auf unterhaltsame Weise zu erfüllen. Dabei galt ihm das Handwerkliche in der Kunst als oberstes Prinzip: Jede Geschichte mußte geradlinig und spannend erzählt werden, wobei Wortwahl, Satzrhythmus und Klangcharakter ebenso wichtig waren wie die Stilmittel der Ironie und Satire. Wie kaum ein anderer beschwört er hier die exotisch-magische Welt der Südseeinseln, ihr vom Aberglauben in Gang gesetztes Blendwerk, aber auch ihre geheimnisvollen Legenden, in denen sich Glücksstreben und Besitzgier mit dem Zauber des Märchens verbinden. Seine Erzählkunst, zum Teil in der Sprache seiner Wahlheimat Samoa verfaßt, gewann ihm auch die Herzen der Eingeborenen. Als er starb, begruben sie ihn auf dem Gipfel des Mount Vaea, auf dem fortan der Gebrauch von Schußwaffen verboten wurde: Damit die Vögel künftig ungestört über dem Grab des »Tusitala«, des Geschichtenerzählers, singen könnten.
Der Autor
Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson wurde am 13.11.1850 als Sohn eines Leuchtturmingenieurs in Edinburgh geboren. Er studierte Jura, wurde Rechtsanwalt, übte den Beruf aber niemals aus. Statt dessen unternahm er in schriftstellerischer Absicht abenteuerliche Reisen im Kanu und auf einem Esel durch Frankreich. Dabei lernt er die Amerikanerin Fanny Osbourne kennen. Sie heiraten in Kalifornien und kehren gemeinsam nach Schottland zurück. In kurzer Folge erscheinen hier der Roman "Die Schatzinsel" und die Novelle "Dr. Jekyll und Mr. Hyde". Ihr großer Erfolg hilft ihm auch finanziell bei seiner rastlosen Suche nach einem zuträglichen Klima für seine Lungenkrankheit. Noch einmal reist er nach Kalifornien und bricht von dort zu einer Schiffsreise in die Südsee auf. Eine offenbar gute Entscheidung, denn Gesundheit und Humor kehrten zurück. Von den Marquesas-Inseln schreibt er an einen Freund: »Das Klima hier ist wundervoll...eines der angenehmsten Fleckchen Erde...habe diese Inselgruppe gewählt, weil sie die wildeste Bevölkerung haben soll...alles ein einziger Schwindel...lernte einen alten Häuptling kennen, seinerzeit ein gewaltiger Kannibale — der Mann ist ein perfekter Gentleman, ausgesprochen liebenswert«. Schließlich läßt sich Stevenson mit seiner Familie auf Samoa nieder, wo er am 3.12.1894 an einem Schlaganfall starb.