Erzählungen
160 Seiten
Mit Autorenbild
Leinen
Preis: 9,80 €

ISBN 978-3-928606-24-0
Émile Zola
Für eine Liebesnacht

Aus dem Französischen neu übersetzt von Ursula Rossbach.

Der Band enthält die Erzählungen: Nais Micoulin, Das Fest zu Coqueville, Für eine Liebesnacht.
Von der Liebe und ihren Verirrungen wird erzählt. Von so Alltäglichem wie Mißgunst und Heuchelei, Hörigkeit und Verbrechen. Aber unversehens gerät der Leser in einen Strudel menschlicher Leidenschaften, dem er sich bis zur letzten Zeile nicht mehr entziehen kann.
Der Inhalt
Für eine Liebesnacht

Als die schöne Pächterstochter Nais ihre Liebe einen Sommer lang an einen bürgerlichen Taugenichts verschwendet, da erlischt ihr Leben wie ein flüchtiger Sonnenstrahl; als die hochmütige Comtesse Thérèse einen gesellschaftlich unbedeutenden Verehrer zum Werkzeug eines Verbrechens macht, da offenbart sich hinter der Maske von Tugendhaftigkeit nicht nur ein Abgrund menschlicher Perversion, sondern auch der immerwährende Kampf zwischen den Geschlechtern und sozialen Klassen; und wenn schließlich zwei tödlich verfeindete Familien eines kleinen Fischerdorfes von einem geheimnisvollen Strandgut in Atem gehalten werden, erwächst aus einer eher bedrückenden Küstenlandschaft ein unvergleichliches Panorama praller Lebensfreude, gerade so, als hätte Zola die kargen und menschenleeren Meeresbuchten seines Jugendfreundes Cézanne mit pulsierendem Leben gefüllt.
Zolas Erzählungen stehen noch immer ganz im Schatten seiner großen Romane und sind bis heute ein weitgehend unentdeckter Schatz der Weltliteratur geblieben.
Der Autor
Émile Zola

Émile Zola wurde am 2. April 1840 in Paris als Sohn einer Französin und eines italienischen Ingenieurs geboren. Seine Jugend verbrachte er in Aix-en-Provence. Nach zweimaligem Scheitern der Reifeprüfung und kurzer Tätigkeit in der Zollverwaltung, erhielt er eine Anstellung im Pariser Verlagshaus Hachette. Ab 1865 läßt sich Zola als freier Schriftsteller nieder. Auf der Suche nach neuen Wegen in der Literatur schloß er sich der zu jener Zeit aufkommenden literarischen Doktrin des Naturalismus an und beginnt unter ihrem Einfluß die Familiengeschichte der "Rougon Macquart" niederzuschreiben, einen 20bändigen Romanzyklus, darunter sein berühmtestes Werk "Germinal".
Als 1894 der jüdische Kaufmann Dreyfus in einem zweifelhaften Verfahren wegen Landesverrats verurteilt wird, nennt Zola in einem offenen Brief unter der später berühmt gewordenen Überschrift "J´accuse" die wahren politischen Hintergründe dieses Prozesses. Einer vorübergehend drohenden Verhaftung entzieht er sich durch Flucht nach England. Am 29. September 1902 starb Émile Zola in Paris.