Erzählung
131 Seiten
Mit Autorenbild
Leinen
Preis: 9,80 €

ISBN 978-3-928606-07-3
Iwan S. Turgenjew
Erste Liebe

Aus dem Russischen von Wilhelm Lange.

Es ist die Stunde nach Mitternacht. Die Gäste haben sich längst verabschiedet. Nur der Hausherr und zwei Freunde sitzen noch zusammen und ihre Gespräche schweifen weit in die Vergangenheit, in die Zeit ihrer ersten Liebe.
Der Inhalt
Erste Liebe

Der Leser wird Zeuge einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte zwischen dem sensiblen 16jährigen Jüngling Wladimir Petrowitsch und der umschwärmten Fürstentocher Sinaida. Die Liebessehnsucht des Knaben, von der Mutter wenig beachtet und vom Vater mit kühler Höflichkeit zurückgewiesen, wendet sich in leidenschaftlicher Verwirrung dem um 5 Jahre älteren Mädchen zu. Sinaida, begehrt von den jungen Männern der Gesellschaft, zugleich anmutig und herrisch, naiv und berechnend, offenherzig und verschlossen, stürzt den hilflosen Wladimir in ein seelisches Chaos von Glück und Depression. Doch allmählich zeigen sich merkwürdige Veränderungen in Sinaidas Verhalten. Versteckte Andeutungen und geheimnisvolle Vorgänge fügen sich nach und nach zu einem traumatischen Bild zusammen und eines Tages steht der junge Wladimir vor einer niederschmetternden Entdeckung.
Der Autor
Iwan S. Turgenjew

Iwan Sergejewitsch Turgenjew wurde am 9.11.1818 in Orel geboren. Als Sohn eines Offiziers und einer adligen Gutsbesitzerin wird er zunächst von Hauslehrern erzogen und beginnt 1833 mit den Studium der Philosophie und Literatur an der Universität Moskau. Der Graduierung zum Magister der Philisophie folgt eine kurze Tätigkeit im Staatsdienst. Schließlich läßt er sich als freier Schriftsteller nieder. Im Jahr 1860 erscheint seine Novelle "Erste Liebe", die weitgehend autobiographische Züge trägt. In ihr deutet sich bereits die ganze Breite seiner dichterischen Themen an: eine mit vollendeter Kunst gezeichnete Frauengestalt, Liebe und Leidenschaft, die mit der Gewalt von Naturereignissen über den Menschen hereinbrechen, melancholische Landschaftsschilderungen als Spiegel einer von leiser Trauer angerührten menschlichen Existenz. Unabhängig geworden durch den Erfolg seiner literarischen Arbeit, unternimmt er ausgedehnte Reisen durch mehrere Länder Europas und lernt dabei die bedeutendsten zeitgenössischen Autoren kennen. Später übersiedelt er auf sein Landgut bei Bougival in der Nähe von Paris. Er stirbt dort am 3.9.1883.