Erzählungen
137 Seiten
Mit Autorenbild
Leinen
Preis: 9,80 €

ISBN 978-3-928606-05-9
Alexander Puschkin
Der Schneesturm

Der Band enthält alle Geschichten, die von Puschkin unter dem Titel "Die Erzählungen des verstorbenen Iwan Belkin" veröffentlicht wurden: Vom Herausgeber, Der Schuß, Der Schneesturm, Der Sargmacher, Der Postmeister, Das Adelsfräulein als Bäuerin. Der Band enthält außerdem einen erläuternden Anmerkungsteil.
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Der Inhalt
Der Schneesturm

Liebevoll und mit leiser Ironie entwirft Puschkin in fünf kleinen Erzählungen ein faszinierendes Panorama zeitgenössischen russischen Lebens. Es sind Geschichten, widersprüchlich wie russische Landschafts- und Genrebilder, voller Schwermut und Einsamkeit, voller überirdischer Sinnlichkeit, aber auch voller Derbheit, Witz und ungebändigter Lebensfreude: Ein tödlich beleidigter Offizier sinnt auf eine überraschend subtile Rache im Duell; während eines entfesselten Schneesturms wird eine Braut versehentlich dem falschen Mann angetraut; ein Sargschreiner findet sich eines Nachts unvermittelt in der gespenstischen Gesellschaft seiner verstorbenen "Kunden"; ein Postmeister, der die Schönheit seiner Tochter nutzt, um sich den Launen der Reisenden zu entziehen, muß am Ende eine bittere Erfahrung machen; ein adliges Fräulein stiftet in der Verkleidung einer Bäuerin heillose Verwirrung und karikiert alle überkommenen gesellschaftlichen Wertvorstellungen. Mit diesen kleinen Meisterwerken erreichte Puschin den Höhepunkt seiner Prosakunst und markierte zugleich den Beginn der russischen Novelle. Straff komponiert und ohne rhetorisches Beiwerk werden die Handlungen von immer neuen Ideen vorangetrieben, und der Leser legt die Erzählungen schließlich zur Seite mit dem Bedauern, daß sie schon zu Ende sind.
Der Autor
Alexander Puschkin

Alexander Sergejewitsch Puschkin wurde am 26.5.1799 als Nachkomme eines alten Adelsgeschlechts in Moskau geboren. Schon als Schüler der Eliteschule Zarskoje Selo begann er mit politisch-satirischen Epigrammen einen eigenen Freiheitsbegriff zu entwickeln. Als "Exzentriker" genießt er dabei zunächst die Duldung der Obrigkeit und wird Staatsdiener im Auswärtigen Amt. Als er sich jedoch provokativ dem Thema Leibeigenschaft zuwendet, befiehlt Zar Alexander I. seine Verbannung nach Südrußland. Fasziniert von der Exotik südlicher Landschaft entstehen dort seine großen lyrischen Werke und Versdichtungen. Nach seiner Begnadigung kehrt er nach Moskau zurück. Ständige Geldsorgen, zermürbende Auseinandersetzungen mit der Zensur und gesellschaftliche Verstrickungen lähmen jedoch seine schöpferische Arbeit mehr und mehr. Am 29.1.1837 stirbt Alexander Puschkin an den Folgen eines Duells, dessen Hintergründe bis heute nicht vollständig geklärt sind.